Tracking Twitter - 11 KPI zum effektiven Zwitschern!


Diese Frage lässt sich zweifelsohne mit einem klaren - „Es kommt darauf an...!“ beantworten. Vor knapp zwei Wochen hatte ich noch die Ehre an einer Diskussion auf Xing teilzunehmen, die dieses Thema für die Touristik behandelte. Spannend war hierbei vor allem der heterogene Wissensstand zu diesem Thema.

Aus diesem Grunde habe ich mich entschlossen, an dieser Stelle wieder einmal ein paar Worte über das Thema „Analyse“ zu verlieren. Vorweg sei soviel gesagt: Analyse kann das Fingerspitzengefühl für die eigenen Kunden natürlich nicht ersetzen, aber sehr wohl dafür sorgen dass die Konsumenten-Touchpoints der Social Media ein wenig transparenter werden.

Über das eine oder andere analytische Tool habe ich ja bereits geschrieben. An diese Stelle möchte ich den einen oder anderen Key-Performance Indikator vorschlagen, der helfen kann einen Eindruck dessen zu gewinnen, ob das eigene Zwitschern wirklich Sinn machen oder nicht.



  • 1.Follower:
Diese geben Ihnen zumindest einen Eindruck davon, wie groß Ihr Zielpublikum sein kann. Hierbei sollten Sie sich auch immer ansehen, wer Ihre Follower wirklich sind und was diese so Twittern. Sie werden dann schnell erkennen, ob es sich um Ihre Wettbewerber, potentielle Kunden oder einfach nur Spammer handelt.
Tip: Sortieren Sie die Spammer aus!
  • 2.Buzz:
Der Buzz beschreibt, wie oft von anderen Twitter Usern über Ihre Marke oder Sie als Twitter User direkt getwittert wurde. Diesen sollten Sie immer im Auge behalten und vor allem auch den Usern, die über Sie zwitschern folgen, um Kontakt aufzunehmen.
  • 3.ReTweet Buzz oder Influence:
Hier sollte gemessen werden, wie häufig Ihre Tweets weitergezwitschert werden. Hieraus können Sie die Relavanz Ihrer Tweets nachvollziehen. Diese ist wichtig, wenn Sie ihre Twitter-Followerschaft vergössern wollen. Denn nur gute Tweets werden auch weitergetragen und somit verbreiten Sie theoretisch Ihre Botschaft nicht nur an Ihre direkten Follower, sondern auch an deren Verbindungen.
4.Competitive Buzz:
Dies ist ein simpler Vergleich zwischen den Erwähnungen Ihrer Marke im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern.
5.Buzz by Category:
Nicht jedes Thema interessiert auch jeden Ihrer Follower. Nutzen Sie also die Hashtags (#Begriff), um Ihre Tweets in Kategorien einzuteilen. Diese können Sie dann mit den o.a. KPI überprüfen.
  • 6. Growth Rate of Followers:
Die Geschwindigkeit mit der Ihre „Gefolgschaft“ wächst, zeigt Ihnen auf, wie stark Sie wahrgenommen werden.
7.Seasonality of Buzz:
Hierbei muss nicht unbedingt die Jahreszeit gemeint sein, sondern vielmehr die Schwankungen in regelmäßigen Abständen. Das kann zum Beispiel geschehen, wenn Sie redaktionelle Beiträge, Blogbeiträge oder ähnliches über Twitter verlinkt haben, oder wenn Sich in Ihrer Markenwelt besondere Dinge getan haben. Die Seasonality ist somit eine Möglichkeit zur Überprüfung dessen, was Ihre User „Wann“ interessiert.
8.Reference:
Sind Sie glaubwürdig? Messen Sie doch einfach mal, wie oft andere Twitter User auf Sie referenzieren.
9.Frequency:
Mal abgesehen von einigen süchtigen, verbringt der durchschnittliche Twitter User nicht unbedingt den ganzen Tag vor dem Monitor und beobachtet, was Sie so von sich geben. Frequenz ist also durchaus wichtig. Das bedeutet nicht, dass sie im Abstand von 3 Minuten immer das gleiche Zwitschern sollten, aber zumindest sollten Sie nicht nur einmal die Woche Tweeten und davon Wunder erwarten.
  • 10.Impact:
Wenn Vögel zwitschern, dann tun sie dies nicht um, weil ihnen langweilig ist, sondern weil Sie etwas zu sagen haben und wenn Sie zwitschern möchten Sie auch gehört werden. Der Einfluss, den Sie dabei auf das Tweeterverse haben setzt sich entsprechend aus der Summe der obigen Faktoren zusammen.
11. Links Clicked:
Zu guter letzt, können Sie mit 140 Zeichen keine Romane erzählen, sondern lediglich Headlines unter das virtuelle Volk streuen. Sogesehen möchten Sie natürlich auch den einen oder anderen Follower zu sich einladen. Meine Empfehlung -Tracken Sie doch mal, wie viele Ihrer User auf Ihre Links klicken und machen Sie sich ein Bild von ihrem wirklichen Impact.

Fazit: Twitter ist mit Sicherheit ein sehr starkes Kommunikationsinstrument. Aber wie jedes muss dieses auch mit Respekt behandelt werden und man muss die eigene Tonalität von Zeit zu Zeit überprüfen.. dann klappts auch mit den Followern!

0 Comments