29 November 2009
Quo Vadis Verlagbranche
01/122009 01:11Gespeichert in:Medienindustrie
Es ist schon erstaunlich, wie es ganze Industrien fertig bringen, die Augen vor einer neuen Zeit zu verschließen, möchte manch einer denken, wenn er sich die aktuellen Entwicklungen in der Verlagsbranche ansieht.
Erst war es die Musikindustrie, die im Internet und seinen Usern einen Schuldigen für die sinkenden Umsätze und die Erdrutsch-Einbrüche im CD Absatz gefunden hatte. Jetzt zieht die Verlagsbranche nach und hat in Google den omnipotenten Sündenbock für die stagnierenden Umsätze gefunden. Die scheinbare Kostenlos-Kultur des Internets steht den Interessen der Verlagshäuser entgegen.
Warum eigentlich?
In den vergangenen 160 Jahren seit der Entwicklung der ersten Print-Anzeige hat sich eine durch und durch standardisierte Welt der Medieninsertion entwickelt. Diese basiert auf einigen wenigen aber durchaus funktionierenden Parametern, wie z.B. Anzahl der Leser ( Reichweite) Größe des Motivs und dessen Platzierung, Qualität des Werbeumfeldes und der Zielgruppen-Affinität für den werblichen Inhalt.
Auf Grund einiger gesetzlicher Rahmenbestimmungen in Deutschland, war gute Werbefläche besonders bevor das Internet sich zu einem Massenmedium entwickelt hat, durchaus ein teures, das von Agenturen an deren Kunden weitervermittelt wurde und davon lebte, dass die Kunden an den Gegenwert in Form von Käufern glaubten.
Nun kommt aber ein neues Medium ins Spiel, ein Medium bei dem sich die Menge an Werbefläche durch die tatsächliche Anzahl an Lesern/ Usern ergibt. Es lässt sich also nicht mehr mit festen Auflagenzahlen und wohl-geschätzten Verbreitungsgraden über Lesezirkel und ähnlich Instrumente arbeiten, sondern es muss sozusagen stündlich neu um die Gunst des Lesers geworben werden. Inhaltliche Aktualität und noch schlimmer der individuelle Wunsch nach Information des Lesers werden zu Messgrößen, mit denen sich die Verlagswelt sehr schwer tut.
Wurde früher eine Zeitschrift gekauft, dann war es völlig egal, ob der Leser wirklich das gesamte Magazin durchblätterte und auch las oder nicht, denn es zählte der Verbreitungsgrad des Titels, nicht des Artikels. Redaktionelle Qualität bekommt so einen ganz anderen Anspruch, denn der Leser von heute, ganz besonders diejenigen die Ihre Informationen aus dem Internet beziehen, tun das in einer individualisierten Weise, die dem Anspruch eines Print-Produktes nicht mehr gerecht wird.
So implodiert eine ganze Branche an einer simplen Fehlinterpretation der eigenen Stärken und der eigenen Zielgruppen.

Dabei wäre es so einfach, würden die Verlage sich auf das stützen, was sie originär waren.
In der „guten Alten Zeit“ waren die Verlage Access Provider für Informationen jeglicher Art. Niemand war so schnell darin Informationen zu verbreiten und damit waren die Tageszeitungen und Magazine ein wichtiger Teil des Consumer Life Managements. Doch grade wurde besonders an einer wesentlichen Stelle gespart. Den Redaktionen - diese wurden nach und nach durch generischen Inhalt von Presse- und Nachrichten Agenturen ersetzt. Somit wurde der Inhalt, der einzelnen Titel immer Austauschbarer und schlimmer noch, auch sehr leicht über andere Kanäle erreichbar.
Ein weiterer Punkt ist, dass die Konsumenten von heute, bedingt durch die technischen Möglichkeiten des Webs, schneller miteinander kommunizieren können als je zuvor und dafür private Netzwerke nutzen.
Somit haben sich die Networks wie Facebook und Twitter in die Rolle des Access-Providers geschoben. Google geht an dieser Stelle noch einen Schritt weiter und aggregiert Inhalte, vernetzt, ranked und verlinkt diese. Damit steigert Google die eigene Relevanz für den User und schafft auch für sich eine wichtige Position im Consumer Life Management.
Google hat aber vor allem eines Geschaffen - Ein System - welches darauf beruht, sich der Gunst des Users zu 100% zu unterwerfen und sich für jede Art von Veränderung zu öffnen. Viel mehr sogar seine User in den eigenen Entwicklungsprozess mit einzubeziehen. So entsteht aus einer Produkt-Denke eine System-Denke, mit dem Effekt dass dieses System sich praktisch von selbst optimiert.
Der Lösungsansatz:
Als Verlag hat man heute eigentlich nur eine Chance, nämlich aus der Produkt-Denke heraus in eine System-Denke zu kommen. Ein Titel als Produkt ist nicht mehr Zeitgemäß. Der Titel muss zu einem System werden, dass sich den Wünschen der Leser stellt und das damit einen wesentlichen Teil im Lebensmanagement seiner Leser einnimmt. Das Vermarktungsmodell muss sich verändern, Die reine Platzierung von Werbeflächen, wird den schwindenden Umsatz aus dem Print-Geschäft nicht kompensieren können, weil das Geschäftsmodell Out-Dated ist. Vielmehr müssen die Verlage an einen Punkt kommen dass Sie zu Plattform für Gedanken-Austausch werden und sich vom Sprachrohr für Politik und Wirtschaft zum Zugangsprovider für Stimmungen machen und damit nicht nur Konsumentenmeinungen bilden, sondern diese auch zurückspielbar machen. Weiterhin sollten die Anwendungen einer solchen Plattform den Lesern/Menschen das Leben mit den richtigen Informationen erleichtern und nicht durch künstliche Nutzungsbarrieren wie z.B. sinnlose Bildgalerien erschweren. Zu guter Letzt, liegt die Stärke eines Magazins und auch einer Tageszeitung vor Allem im Inhalt. Diese demonstrieren Magazine wie z.B. BrandEins mehr als deutlich. Gute Rcherche und gute Artikel, steigern die Relevanz, Vernetzung nach draussen ( aber auch nach Innen) steigert die Glaubwürdigkeit
Also liebe Verlage - beschwert euch nicht bei Google, über schwindendes Geschäft, sondern werdet vom Produktanbieter zum Informationsnetzwerk-Initialisiator und verbindet eure Kunden sowohl die Werbetreibenden, als auch die Leser.
Erst war es die Musikindustrie, die im Internet und seinen Usern einen Schuldigen für die sinkenden Umsätze und die Erdrutsch-Einbrüche im CD Absatz gefunden hatte. Jetzt zieht die Verlagsbranche nach und hat in Google den omnipotenten Sündenbock für die stagnierenden Umsätze gefunden. Die scheinbare Kostenlos-Kultur des Internets steht den Interessen der Verlagshäuser entgegen.
Warum eigentlich?
In den vergangenen 160 Jahren seit der Entwicklung der ersten Print-Anzeige hat sich eine durch und durch standardisierte Welt der Medieninsertion entwickelt. Diese basiert auf einigen wenigen aber durchaus funktionierenden Parametern, wie z.B. Anzahl der Leser ( Reichweite) Größe des Motivs und dessen Platzierung, Qualität des Werbeumfeldes und der Zielgruppen-Affinität für den werblichen Inhalt.
Auf Grund einiger gesetzlicher Rahmenbestimmungen in Deutschland, war gute Werbefläche besonders bevor das Internet sich zu einem Massenmedium entwickelt hat, durchaus ein teures, das von Agenturen an deren Kunden weitervermittelt wurde und davon lebte, dass die Kunden an den Gegenwert in Form von Käufern glaubten.
Nun kommt aber ein neues Medium ins Spiel, ein Medium bei dem sich die Menge an Werbefläche durch die tatsächliche Anzahl an Lesern/ Usern ergibt. Es lässt sich also nicht mehr mit festen Auflagenzahlen und wohl-geschätzten Verbreitungsgraden über Lesezirkel und ähnlich Instrumente arbeiten, sondern es muss sozusagen stündlich neu um die Gunst des Lesers geworben werden. Inhaltliche Aktualität und noch schlimmer der individuelle Wunsch nach Information des Lesers werden zu Messgrößen, mit denen sich die Verlagswelt sehr schwer tut.
Wurde früher eine Zeitschrift gekauft, dann war es völlig egal, ob der Leser wirklich das gesamte Magazin durchblätterte und auch las oder nicht, denn es zählte der Verbreitungsgrad des Titels, nicht des Artikels. Redaktionelle Qualität bekommt so einen ganz anderen Anspruch, denn der Leser von heute, ganz besonders diejenigen die Ihre Informationen aus dem Internet beziehen, tun das in einer individualisierten Weise, die dem Anspruch eines Print-Produktes nicht mehr gerecht wird.
So implodiert eine ganze Branche an einer simplen Fehlinterpretation der eigenen Stärken und der eigenen Zielgruppen.

Dabei wäre es so einfach, würden die Verlage sich auf das stützen, was sie originär waren.
In der „guten Alten Zeit“ waren die Verlage Access Provider für Informationen jeglicher Art. Niemand war so schnell darin Informationen zu verbreiten und damit waren die Tageszeitungen und Magazine ein wichtiger Teil des Consumer Life Managements. Doch grade wurde besonders an einer wesentlichen Stelle gespart. Den Redaktionen - diese wurden nach und nach durch generischen Inhalt von Presse- und Nachrichten Agenturen ersetzt. Somit wurde der Inhalt, der einzelnen Titel immer Austauschbarer und schlimmer noch, auch sehr leicht über andere Kanäle erreichbar.
Ein weiterer Punkt ist, dass die Konsumenten von heute, bedingt durch die technischen Möglichkeiten des Webs, schneller miteinander kommunizieren können als je zuvor und dafür private Netzwerke nutzen.
Somit haben sich die Networks wie Facebook und Twitter in die Rolle des Access-Providers geschoben. Google geht an dieser Stelle noch einen Schritt weiter und aggregiert Inhalte, vernetzt, ranked und verlinkt diese. Damit steigert Google die eigene Relevanz für den User und schafft auch für sich eine wichtige Position im Consumer Life Management.
Google hat aber vor allem eines Geschaffen - Ein System - welches darauf beruht, sich der Gunst des Users zu 100% zu unterwerfen und sich für jede Art von Veränderung zu öffnen. Viel mehr sogar seine User in den eigenen Entwicklungsprozess mit einzubeziehen. So entsteht aus einer Produkt-Denke eine System-Denke, mit dem Effekt dass dieses System sich praktisch von selbst optimiert.
Der Lösungsansatz:
Als Verlag hat man heute eigentlich nur eine Chance, nämlich aus der Produkt-Denke heraus in eine System-Denke zu kommen. Ein Titel als Produkt ist nicht mehr Zeitgemäß. Der Titel muss zu einem System werden, dass sich den Wünschen der Leser stellt und das damit einen wesentlichen Teil im Lebensmanagement seiner Leser einnimmt. Das Vermarktungsmodell muss sich verändern, Die reine Platzierung von Werbeflächen, wird den schwindenden Umsatz aus dem Print-Geschäft nicht kompensieren können, weil das Geschäftsmodell Out-Dated ist. Vielmehr müssen die Verlage an einen Punkt kommen dass Sie zu Plattform für Gedanken-Austausch werden und sich vom Sprachrohr für Politik und Wirtschaft zum Zugangsprovider für Stimmungen machen und damit nicht nur Konsumentenmeinungen bilden, sondern diese auch zurückspielbar machen. Weiterhin sollten die Anwendungen einer solchen Plattform den Lesern/Menschen das Leben mit den richtigen Informationen erleichtern und nicht durch künstliche Nutzungsbarrieren wie z.B. sinnlose Bildgalerien erschweren. Zu guter Letzt, liegt die Stärke eines Magazins und auch einer Tageszeitung vor Allem im Inhalt. Diese demonstrieren Magazine wie z.B. BrandEins mehr als deutlich. Gute Rcherche und gute Artikel, steigern die Relevanz, Vernetzung nach draussen ( aber auch nach Innen) steigert die Glaubwürdigkeit
Also liebe Verlage - beschwert euch nicht bei Google, über schwindendes Geschäft, sondern werdet vom Produktanbieter zum Informationsnetzwerk-Initialisiator und verbindet eure Kunden sowohl die Werbetreibenden, als auch die Leser.
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Geht Google doch vor Murdoch in die Knie?
01/122009 01:11Gespeichert in:Medienindustrie
So wie es aussieht, macht sich Google in den USA doch weit mehr Gedanken, um die Sorgen der Verlagsindustrie, als man das bisher hätte denken können.
Ich habe hierzu einen Artikel auf Holykaw.alltop.com gefunden ( http://bit.ly/7rFRwp )bei dem eine Pressemitteilung von Google aufgenommen wurde.
Demnach macht Google erste Vorschläge dazu, wie den Verlagshäusern „unter die Arme gegriffen werden könnte“!
Um dies zu tun, macht Google nun folgende Vorschläge:
Vorschlag 1: Es werden nur noch Headlines in Google News und Google Search angezeigt
Vorschlag 2: Die User werden nach einer bestimmten Anzahl Clicks über Google „freundlich“ um einen Obolus gefragt.
Mit Sicherheit ist dies ein sehr Google untypisches verhalten. Doch lässt sich daraus auch erahnen, dass Google am Ende des Tages auf die Selektionsfähigkeit der
Konsumenten setzt. Denn, keine Information lässt sich wirklich geheim halten. Keinem Blogger kann es verwehrt werden, sich eine Zeitung zu kaufen und eigenständig
über die darin enthaltenen Nachrichten zu schreiben.
So wird sich denke ich, das letzte Aufbäumen der Print-Medienindustrie für einen bezahlten Inhalt am Ende des Tages genauso als Eigentor herausstellen, wie das
Abschalten von Napster seinerzeit. Es werden Alternativen in Form von Blogs oder reinen Netzzeitungen hochkommen, welche die Geschehnisse der Welt und die Meinungen
vieler repräsentieren.
Trotzdem ist es sehr schade, dass es scheinbar keinen richtigen Kompromiss für die Verlagshäuser gibt, dass alternative Verdienstmöglichkeiten so wenig verfolgt werden.
Die Web-User werden Antworten - „Mur doch egal!“ und Ihre Informationen aus neuen Quellen beziehen.
Ich habe hierzu einen Artikel auf Holykaw.alltop.com gefunden ( http://bit.ly/7rFRwp )bei dem eine Pressemitteilung von Google aufgenommen wurde.
Demnach macht Google erste Vorschläge dazu, wie den Verlagshäusern „unter die Arme gegriffen werden könnte“!
Um dies zu tun, macht Google nun folgende Vorschläge:
Vorschlag 1: Es werden nur noch Headlines in Google News und Google Search angezeigt
Vorschlag 2: Die User werden nach einer bestimmten Anzahl Clicks über Google „freundlich“ um einen Obolus gefragt.
Mit Sicherheit ist dies ein sehr Google untypisches verhalten. Doch lässt sich daraus auch erahnen, dass Google am Ende des Tages auf die Selektionsfähigkeit der
Konsumenten setzt. Denn, keine Information lässt sich wirklich geheim halten. Keinem Blogger kann es verwehrt werden, sich eine Zeitung zu kaufen und eigenständig
über die darin enthaltenen Nachrichten zu schreiben.
So wird sich denke ich, das letzte Aufbäumen der Print-Medienindustrie für einen bezahlten Inhalt am Ende des Tages genauso als Eigentor herausstellen, wie das
Abschalten von Napster seinerzeit. Es werden Alternativen in Form von Blogs oder reinen Netzzeitungen hochkommen, welche die Geschehnisse der Welt und die Meinungen
vieler repräsentieren.
Trotzdem ist es sehr schade, dass es scheinbar keinen richtigen Kompromiss für die Verlagshäuser gibt, dass alternative Verdienstmöglichkeiten so wenig verfolgt werden.
Die Web-User werden Antworten - „Mur doch egal!“ und Ihre Informationen aus neuen Quellen beziehen.
Falschverstandenes Usertracking
01/122009 01:11Gespeichert in:Medienindustrie
Viele Website Betreiber dürften über den Entschluss des Düsseldorfer Arbeitskreises der Aufsichtsbehörden zum Thema „Datenschutzkonforme Ausgestaltung von Analyseverfahren zur
Reichweitenmessung bei Internet-Angeboten „ mehr als nur empört sein.
Was genau steht in diesem Beschluss?
1. Die Erstellung von Nutzerprofilen auf Websites mit dem Hintergedanken der Optimierung dieser ist nur unter der Verwendung von Pseudonymen erlaubt.
2. Eine IP Adresse, die die Basis des Nutzerstrackings darstellt, ist im Sinne des Telemediengesetzes kein Pseudonym.
3. Ein Tracking von Usern auf Basis von IP Adressen über einen Drittanbieter ist somit Anzeigungspflichtig, bzw muss durch den User genehmigt werden.
4. Stimmt ein User dem nicht zu, müssen die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden, damit das Tracking ausgeschaltet wird.
5. Die Analyse des Nutzungsverhaltens unter Verwendung vollständiger IP- Adressen (einschließlich einer Geolokalisierung) ist aufgrund der Personenbeziehbarkeit dieser Daten daher nur mit bewusster, eindeutiger Einwilligung zulässig. Liegt eine solche Einwilligung nicht vor, ist die IP-Adresse vor jeglicher Auswertung so zu kürzen, dass eine Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen ist.
6. Personenbezogene Daten eines Nutzers dürfen ohne Einwilligung nur erhoben und verwendet werden, soweit dies erforderlich ist, um die Inanspruchnahme von Telemedien zu ermöglichen und abzurechnen. Jede darüber hinausgehende Nutzung bedarf der Einwilligung der Betroffenen.
7. Auf die Erstellung von pseudonymen Nutzungsprofilen und die Möglichkeit zum
Widerspruch müssen die Anbieter in deutlicher Form im Rahmen der
Datenschutzerklärung auf ihrer Internetseite hinweisen.
8.Die pseudonymisierten Nutzungsdaten dürfen nicht mit Daten über den Träger des Pseudonyms zusammengeführt werden. Sie müssen gelöscht werden, wenn ihre Speicherung für die Erstellung der Nutzungsanalyse nicht mehr erforderlich
ist oder der Nutzer dies verlangt.
9.Den Betroffenen ist eine Möglichkeit zum Widerspruch gegen die Erstellung von Nutzungsprofilen einzuräumen. Derartige Widersprüche sind wirksam umzusetzen.
Wo genau liegt das Problem?
Für die Softwareanbieter:
1. Rein technisch betrachtet, trifft dieser Beschluss weit mehr Software Anbieter als nur GoogleAnalytics.Vielmehr betrifft dies eine ganze Industrie Software anbietern.
2. Da Tracking mittlerweile schon bei der Werbung anfängt ( z.B. SEM) würde dies bedeuten, dass sich eine Effizienz von Kampagnen kaum noch einschätzen lässt.
3. Google würde eine „Configure-Individual“ Möglichkeit für jeden User anbieten müssten, wenn die Website-Betreiber nicht mit „Vorschalt-Seiten“ arbeiten wollen.
4. Vielen, eher „Kleingewerbetreibenden würde sonst nichts anderes übrig bleiben, als auf Professionelle Lösungen umzusteigen, wie Omniture, eTracker und co.
Für Webseiten-Betreiber:
Es trifft die Webseiten-Betreiber:, da ein solcher Beschluss zum Beispiel dafür sorgen könnte, dass entweder die Tracking Software nicht mehr verwendet werden kann, was für viele Unternehmer schlicht geschäftsschädigend wäre, weil zum Beispiel die Georeferenzierung ausfallen müsste.
Ein anderer Punkt ist, dass man seine Website entweder mit einem TrackingCode versehen hat oder halt nicht und eine zweite Version dementsprechend wohl kaum praktikabel ist, wenn ein User die Datenschutzerklärung nicht akzeptiert.
Eine vorgeschaltete Seite, die den User erst fragt, ob er am Tracking teilnehmen möchte, ist leider auch kaum sinnvoll, genauso wenig, wie die User auszuschliessen, die nicht überprüft werden wollen.
In der Praxis?
In der Praxis frage ich mich ja, wo der Kläger und wo der Richter ist!! Nichts desto trotz werden wohl immer mehr User in Zukunft sehr aufwendige Datenschutzerklärungen „unterschreiben“ müssen.
Aber vielleicht hat die Sache ja auch was gutes, denn Konsumenten wollen ohnehin nicht in irgendein Raster gepresst werden. Konsumenten wollen gehört und verstanden werden. Dabei hilft uns Online Marketing-Experten eine Tracking Software nur bedingt. Vielmehr müssen wir die Tür offnen und unsere Kunden zu uns rein lassen. Das kann nicht nur keine Behörde verbieten sondern es führt auch zu wesentlich mehr Effizienz!
In diesem Sinne, könnte dieser Beschluss auch als Startschuss für eine ganz neue Ära des CRM bedeuten. Eine Ära in der Menschen nicht mehr nur noch Datamarts sind sondern Individuen und in denen wir nicht mehr nur noch mit Newslettern beschossen werden, sondern mit Informationen, die uns Interessieren.
Reichweitenmessung bei Internet-Angeboten „ mehr als nur empört sein.
Was genau steht in diesem Beschluss?
1. Die Erstellung von Nutzerprofilen auf Websites mit dem Hintergedanken der Optimierung dieser ist nur unter der Verwendung von Pseudonymen erlaubt.
2. Eine IP Adresse, die die Basis des Nutzerstrackings darstellt, ist im Sinne des Telemediengesetzes kein Pseudonym.
3. Ein Tracking von Usern auf Basis von IP Adressen über einen Drittanbieter ist somit Anzeigungspflichtig, bzw muss durch den User genehmigt werden.
4. Stimmt ein User dem nicht zu, müssen die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden, damit das Tracking ausgeschaltet wird.
5. Die Analyse des Nutzungsverhaltens unter Verwendung vollständiger IP- Adressen (einschließlich einer Geolokalisierung) ist aufgrund der Personenbeziehbarkeit dieser Daten daher nur mit bewusster, eindeutiger Einwilligung zulässig. Liegt eine solche Einwilligung nicht vor, ist die IP-Adresse vor jeglicher Auswertung so zu kürzen, dass eine Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen ist.
6. Personenbezogene Daten eines Nutzers dürfen ohne Einwilligung nur erhoben und verwendet werden, soweit dies erforderlich ist, um die Inanspruchnahme von Telemedien zu ermöglichen und abzurechnen. Jede darüber hinausgehende Nutzung bedarf der Einwilligung der Betroffenen.
7. Auf die Erstellung von pseudonymen Nutzungsprofilen und die Möglichkeit zum
Widerspruch müssen die Anbieter in deutlicher Form im Rahmen der
Datenschutzerklärung auf ihrer Internetseite hinweisen.
8.Die pseudonymisierten Nutzungsdaten dürfen nicht mit Daten über den Träger des Pseudonyms zusammengeführt werden. Sie müssen gelöscht werden, wenn ihre Speicherung für die Erstellung der Nutzungsanalyse nicht mehr erforderlich
ist oder der Nutzer dies verlangt.
9.Den Betroffenen ist eine Möglichkeit zum Widerspruch gegen die Erstellung von Nutzungsprofilen einzuräumen. Derartige Widersprüche sind wirksam umzusetzen.
Wo genau liegt das Problem?
Für die Softwareanbieter:
1. Rein technisch betrachtet, trifft dieser Beschluss weit mehr Software Anbieter als nur GoogleAnalytics.Vielmehr betrifft dies eine ganze Industrie Software anbietern.
2. Da Tracking mittlerweile schon bei der Werbung anfängt ( z.B. SEM) würde dies bedeuten, dass sich eine Effizienz von Kampagnen kaum noch einschätzen lässt.
3. Google würde eine „Configure-Individual“ Möglichkeit für jeden User anbieten müssten, wenn die Website-Betreiber nicht mit „Vorschalt-Seiten“ arbeiten wollen.
4. Vielen, eher „Kleingewerbetreibenden würde sonst nichts anderes übrig bleiben, als auf Professionelle Lösungen umzusteigen, wie Omniture, eTracker und co.
Für Webseiten-Betreiber:
Es trifft die Webseiten-Betreiber:, da ein solcher Beschluss zum Beispiel dafür sorgen könnte, dass entweder die Tracking Software nicht mehr verwendet werden kann, was für viele Unternehmer schlicht geschäftsschädigend wäre, weil zum Beispiel die Georeferenzierung ausfallen müsste.
Ein anderer Punkt ist, dass man seine Website entweder mit einem TrackingCode versehen hat oder halt nicht und eine zweite Version dementsprechend wohl kaum praktikabel ist, wenn ein User die Datenschutzerklärung nicht akzeptiert.
Eine vorgeschaltete Seite, die den User erst fragt, ob er am Tracking teilnehmen möchte, ist leider auch kaum sinnvoll, genauso wenig, wie die User auszuschliessen, die nicht überprüft werden wollen.
In der Praxis?
In der Praxis frage ich mich ja, wo der Kläger und wo der Richter ist!! Nichts desto trotz werden wohl immer mehr User in Zukunft sehr aufwendige Datenschutzerklärungen „unterschreiben“ müssen.
Aber vielleicht hat die Sache ja auch was gutes, denn Konsumenten wollen ohnehin nicht in irgendein Raster gepresst werden. Konsumenten wollen gehört und verstanden werden. Dabei hilft uns Online Marketing-Experten eine Tracking Software nur bedingt. Vielmehr müssen wir die Tür offnen und unsere Kunden zu uns rein lassen. Das kann nicht nur keine Behörde verbieten sondern es führt auch zu wesentlich mehr Effizienz!
In diesem Sinne, könnte dieser Beschluss auch als Startschuss für eine ganz neue Ära des CRM bedeuten. Eine Ära in der Menschen nicht mehr nur noch Datamarts sind sondern Individuen und in denen wir nicht mehr nur noch mit Newslettern beschossen werden, sondern mit Informationen, die uns Interessieren.

