Die digitale Kluft !

Am 18.12. 2009 hat das statistische Bundesamt die „aktuellen“ Zahlen zum elektronischen Handel in Deutschland veröffentlicht.
Spannend daran fand ich besonders, dass diese Zahlen im letztjährigen Weihnachtsgeschäft wohl untergegangen sind, obwohl diese eigentlich alarmierend sind.

Glaubt man diesen Zahlen, so entwickelt sich eine ganze Nation in zwei Richtungen. Nämlich den Teil der Bevölkerung, der sein Lebensmanagement in die digitalen Kanäle verlagert und den Teil der dies nicht tut. 54 Millionen Deutsche gehören zur ersten Gruppe, knapp 30 Millionen zur zweiten.

Beschäftigt man sich weiter mit der ersten Gruppe, so tun sich hierbei ebenfalls zwei wesentliche Segmente auf. Diejenigen die im Internet einkaufen und die, die es nicht tun. In der Altersgruppe bis 54 Jahre sind es nur noch 15 % aller Internet-User die das digitale Shopping noch nicht für sich entdeckt haben und in der Altersgruppe 55+ sind es immerhin noch 35%.

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Spielen Sie digitales Monopoly!

Die Spielwarenindustrie und die Scheu vorm digitalen Monopoly!

Gestern hatte ich die Ehre, einen Vortrag auf der deutschen Spielwarenmesse halten zu dürfen.
Als ich letztes Jahr gefragt wurde, ob ich nicht einen Vortrag über digitalen Vertrieb halten wolle, hatte ich zugegeben noch keine Ahnung, was die Auseinandersetzung mit diesem Thema mit sich bringen würde. Also begann ich zu recherchieren und stellte wieder einmal fest, dass es eigentlich eine „Rote Liste - mit bedrohten Branchen“ geben müsste. Diese Liste würde dann wahrscheinlich alle Branchen beinhalten, die den Wandel von analogem auf digitalen Vertrieb noch nicht vollzogen haben, bzw. für die dieser Wandel eher einer Revolution, als einer Evolution gleichkommt.

  • Aber warum ist das so?
  • Was ist so schwer daran den Paradigmenwechsel zu vollziehen?
  • Sind die Akteure wirklich ignorant oder einfach nur hilflos?
  • Warum ist das, was man im Web bereits sehen kann, so schlecht und das unabhängig davon, ob es eine Herstellerseite oder die eines kleinen Händlers ist?
  • Was denken die kleinen Händler wohl über Amazon und Toys‘R us?
  • Was denken die Hersteller über ihre eigene Zukunft?

All diese Fragen haben ich mir gestellt bevor ich den Vortrag erstellt habe. Die folgenden Gedanken haben sich im Rahmen der Recherche und des gestrigen Vortrages, den ich als freier Berater für ArtundWeise gehalten habe, ergeben.

Die Deutsche Spielwarenmesse, ist nicht nur das wichtigste Event für Hersteller und Händler der Spielzeugindustrie, sondern auch das traditionsreichste. Tradition? Ja, die deutsche Spielwarenindustrie ist eine echte Traditionsindustrie und nicht umsonst entstehen heute noch fast 70% aller analogen Spielzeug-Ideen in Deutschland. Die Vertriebsstrukturen sind ebenfalls noch typisch deutsch. Eine große Anzahl kleiner Händler, die ihre regionalen Kunden betreuen und ein paar seelenlose Dickschiffe, wie Vedes oder ToysRus. All diese Akteuere treffen sich wie eh und je auf der Spielwarenmesse. Dort werden dann die wichtigen Gespräche des Jahres geführt, gespielt und ausprobiert, was es neues gibt. Man könnte meinen hier noch eine heile Welt vorzufinden. Doch längst sind die dunklen Wolken aufgezogen und verdunkeln den Horizont.

Wie in fast jeder Branche in Deutschland, hat sich der Handel in den vergangenen Jahren einen erbitterten Preiskampf in alle Richtungen geliefert. Die Hersteller wurden in den Preisen gedrückt, damit man die Ware dem Konsumenten billiger anbieten konnte, in der Hoffnung, darüber Wettbewerbsfähig zu sein. Die Reaktion der Hersteller, war die Verlagerung der Produktion nach Asien. Mit dem Eroberungsfeldzug von Toys‘R us wandelten sich selbst kleine Spielwarengeschäfte, die früher noch durch Beratungskompetenz glänzten, in unübersichtliche Lagerhallen, mit Neon-Leuchten und hohen Regalwänden. Erschwerend hat sich besonders in den vergangenen 10 Jahren die PC-Spiele Industrie zu einem dominanten Faktor innerhalb der Branche entwickelt und leitete durch Update- und Upgrade-Möglichkeiten den digitalen Vertrieb ein. Bedingt durch Abkommen zwischen Amazon und ToysRus vor einigen Jahren, wurde zunächst erstmal Amazon und dann später der eigentliche Warenlieferant ToysRus zu echten digitalen Anlaufstellen für Konsumenten.

Das Ergebnis - die Konsumenten verlagern auch hier ihre Einkaufsgewohnheiten in Internet und
besuchen den kleinen Händler um die Ecke nicht mehr.




Der Analog - Digitalwandler gesucht?!


Da ich als letzter Redner an der Reihe war, hatte ich die Gelegenheit die Gesichter des Publikums zu beobachten, während meine Vorredner präsentierten. Gut orchestriert reihte sich ein Redner an den anderen, von der Dramaturgie der Warenpräsentation, über die Bereitschaft zur eigenen Veränderung im Großkonzern und davon, wie wichtig es ist, sein eigenes Geschäfts zu verstehen, wenn man im Internet verkaufen möchte. Die Augen der Zuschauer folgten den Slides der Präsentatoren doch irgendwie fehlte die Haftung zum Inhalt, was daran liegen könnte, das die Beispiele der Präsentatoren eher bombastisch, riesig und in jeder Hinsicht superlativ waren und die knapp 50% Händler im Publikum sich wohl angesichts der Vertriebsstrategien der Telekom mit 4010 eher überfahren sahen. Wahrscheinlich, fehlte es auch an Abstraktionsfähigkeit des Pulikums, um die Emotionalität, die für einen Telekomvorstand mit dem Wandelprozess verbunden ist, nachzuvollziehen. Ein echtes Highlight folgte allerdings direkt im Anschluss mit der zwar eher kindlich anmutenden aber inhaltlich durchaus anspruchsvollen Präsentation eines Spielwarenhändlers aus England. Dieser schilderte seine eigenen Erfahrungen, gab sinnvolle Tips, mit charmantem britischem Zynismus und entführte sein Publikum in das digitale Wunderland mit all seinen neuen Errungenschaften. Er forderte sein Publikum auf, doch einfach mal wieder selbst zu spielen und das Medium für sich zu entdecken und damit Geld zu verdienen. Gegen Ende seiner Präsentation war ich mir nicht sicher, ob ich mich bei Ihm für den tollen Vortrag bedanken oder aufgeben sollte, weil mein Vorredner mir schon alles abgenommen hatte.

Ich entschloss mich, nicht zu kneifen, sondern auch meinen Vortrag zu halten und die Akzente hierbei so zu setzen, dass ich die Vorträge meiner Vorredner aufgreifen und weiterentwickeln konnte. Ich setzte mir zum Ziel, den Händlern da draussen Mut zu machen, keine Angst vor Amazon und ToysRus zu haben und dabei die fundamentalen Notwendigkeiten zu erklären, ohne dabei zu technisch oder zu abgehoben zu werden.

Meine Hoffnung, das ich genau damit das Publikum nach mehreren Stunden Vorträgen nochmal reanimieren konnte, wurde durch die anschließende Diskussion belohnt, bei der offene Fragen doch deutlich zeigten wo das Problem wirklich liegt.

Es ist die Mischung aus Angst vor dem Neuen, Frustration über die Situation, der Liebe zum Traditionellen, die mangelnde Bereitschaft für einen Aufbruch, die Gefangenheit im eigenen Denkgerüst und das ganze kanalisiert sich dann in Ohnmacht, weil eigentlich jeder weiss, dass der interaktive Aufholbedarf groß ist, aber keiner weiss so richtig, wie es funktionieren soll. Die unterschiedlichen Meldungen aus der Onlinebranche tun ihr übriges zur großen Verwirrung. Auf der einen Seite ist von Millioneninvestments ist die Rede, von „kleinem Geld“ auf der anderen. Manche Berater erzählen von interaktiven Welten und haben noch gar nicht verstanden, dass der einzige wirklich interaktive Ort innerhalb der Spielwaren-Industrie das öffentliche Kinderzimmer namens Spielwarenhandel sein sollte und das dort der eigentliche erste Schritt zum Erfolg liegt.

Die Wiederentdeckung der Liebe zum Produkt!

Die Krux daran ist, dass die Wahrheit wie immer irgendwo in der Mitte liegt und dass es den Spielwarenhändlern im Moment noch an der Möglichkeit fehlt die ganzen Ratschläge umzusetzen. Doch diejenigen die jetzt wenigstens anfangen zu spielen und ihre erste Schritte auf den Konsumenten zugehen, diese werden mit Sicherheit die überlebenden der Informations-Revolution sein.
Doch für all die anderen hätte ich gestern gerne eine Zeitmaschine aus dem Hut gezaubert und diesen die Möglichkeit gegeben für einige Zeit inne zu halten und zu überlegen, was es wirklich bedeutet „Spielwarenhändler“ zu sein.
Die Liebe zum Produkt ist dabei essentiell, denn diese ist der Transmitter zur Zielgruppe, diese überträgt sich bei konsequenter hingabe auch über das Internet, weil die Website dann eine Reflexion dessen ist.

Spielen Sie doch mal wieder!

Spielen ist die Grundlage allen Lernens, spielen ist die Grundlage für Innovation. Spielen ist, was wir vom ersten bis zum letzten Augenblick als Menschen tun - Liebe Spielwarenhändler, spielen Sie das Spiel doch einfach mit, das große unbegrenzte Monopoly im WWW wartet auf Sie - Ihre Kunden warten auf Sie!


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Down to Base - 16 Jahre und nichts gelernt!


Hiermit beende ich offiziell die wohl längste Beziehung meine Lebens und beginne mein Trennungsjahr bevor es dann endlich zur Scheidung kommt.
Ich erinnere mich noch als ob es gestern gewesen wäre. Bei einem Karaoke-Wettbewerb gewann ich damals das PT11, die E-Plus-Variante des Nokia 2110. Damals machte ich grade meine Banklehre und war mit diesem Telefon einer der ersten Handybesitzer im Rahmen meiner Kollegen und Freunde. Dummerweise fehlten mir die finanziellen Mittel für den Unterhalt dieses Spielzeuges und so begann ich für E-Plus Handyverträge nebenher zu verkaufen und versorgte so meinen kompletten Freundeskreis mit den günstigen Verträgen von E-Plus, mit denen man damals kostenlos SMS versenden und seine Mailbox (und auch andere) anrufen konnte. Nach dem der Freundeskreis versorgt war, entwickelten sich neue alternative Einnahmequellen rund um das Telefon. E-Plus konnte damals die PT11s nur in Türkis liefern und kümmerte sich nicht wirklich darum, dass seine Kunden diesen Farbton nicht ansprechend fanden. Ich wiederum hatte einen guten Freund, der zufällig ziemlich gut Airbrushen konnte und so wurde damals zusammen mit der Großkundenbetreuung in Neu-Isenburg ein neues Geschäftsmodel für Großkunden geboren. Individualisierte Handyschalen. Während ich also damit beschäftigt war, müllsäckeweise Handyschalen durch die Gegend zu fahren und diese lackieren zu lassen, wurde mir von einem Freund das E-Gate empfohlen. Für das Jahr 1995 war das wirklich revolutionär. Das E-Gate war ein 386 PC mit Linux Betriebssystem, an einer DSL Leitung und mit zwei E-Plus Mobiltelefonen angeschlossen, eines zum Senden von SMS eines zum Empfangen. Der Clou - über dieses Gateway war es damals schon möglich SMS Verteilergruppen, Chats auf SMS Basis, Wegbeschreibungen, Blitzerinfos, Verkehrsinfos und viele andere Dinge abzufragen. Das Tollste daran war, das man damals einfach so irgendwelche Menschen kennen gelernt hat, die zufällig auch ein E-Plus Telefon hatten und sich so ganz neue Beziehungen ergeben haben. Ermöglicht wurde das ganze freilich deshalb, weil die ganze SMSerei kostenlos war. Innerhalb von 6 Monaten war das E-Gate zu einer stattlichen Community gereift und hatte durch einen Zufall auch die Call-Center von E-Plus erreicht. Kurzum dieses Tool war wahrscheinlich der einzige Beweis dafür, dass „E-Plus (wirklich) verbindet!“ Natürlich führte diese ganze Entwicklung irgendwann zum Chaos, die Kurzmitteilungszentrale von E-Plus war nicht darauf ausgelegt, eine solche Masse (bis zum 50.000 SMS pro Tag) durch nur zwei Nummern abzufrühstücken. Die Initiatoren des E-Gate wurden damals zu Herrn Schmitt (damaliger GF von E-Plus) geladen und erklärten ihm die Vorzüge dieser Infrastruktur. Dieser hat das leider nicht verstanden und meinte, dahinter würde ja kein Geschäftsmodell stehen, niemand würde SMS versenden und die Blitzerinfo wäre ohnehin illegal. Hoffentlich beisst sich der gute Klaus O. Schmitt dafür heute noch so richtig in den eigenen Allerwertesten, dass er den ersten Twitter-Dienst überhaupt damals hat sterben lassen!!!

Wie dem auch sei, ich gehörte damals zu den ersten 20.000 E-Plus Kunden und fand es total toll, zu diesem noch kleinen Unternehmen eine solche Bindung zu haben, dass eine Freundin aus der Kartenfreischaltung mir eines Tages eine wirklich ganz besondere Telefonnummer anbot (die übrigens jetzt zum Verkauf steht).
Die Jahre gingen ins Land, die Jobs kamen und gingen, meine Standorte wechselten und mein Leben veränderte sich. Aber eine Konstante blieb - meine Handynummer und das E-Netz. Ok zugegeben, die Netzqualität war eher grobmaschig und in Zügen telefonieren funktioniert bis heute nicht wirklich gut. Das Helpdesk wurde nicht besser, nachdem aus E-Plus Service die E-Plus Mobilfunk wurde. Aber eigentlich erwartet man ja von seinem Mobilfunkprovider auch nicht so viel, zumindest vor 10 Jahren nicht.

Der Mobilfunkmarkt hat sich aber in den vergangenen Jahren drastisch verändert. Die Telefone sind heute zu echten Multipurpose Devices geworden und stellen in vielen Fällen ein mobiles Arbeits- und Unterhaltungscenter dar. Ähnlich wie das Internet immer mehr an das tägliche Life-Management eines jeden Konsumenten angedockt hat, so ist dies auch mit den mobilen Endgeräten immer mehr der Fall. Nachdem ich nun einige Jahre mit einem Blackberry unterwegs war, war mein Interesse am iPhone entsprechend groß.
Ok, das Erz-Feindbild Telekom war mal wieder schneller (und zahlungswilliger) und hatte sich die Exklusivrechte gesichert. Da ich nicht willens war, mir das iPhone auf einem Sekundärmarkt zu besorgen, fragte ich bei E-Plus an, ob es nicht doch eine Möglichkeit gäbe und erhielt erwartungsgemäß eine Standard-Antwort. Es folgten also einige Monate in denen ich mich mal mehr oder weniger intensiv damit auseinander setzte wie die Vertragsbedingungen T-Mobile gestalten würden. Natürlich stellte ich dabei fest, dass sich die Mobilfunktarife eigentlich nicht mehr viel geben, E-Plus nicht wirklich viel billiger ist, als T-Mobile dafür aber das Serviceportfolio von T-Mobile wirklich sportlich geworden ist.

Genau da fing ich an zu überlegen, was E-Plus in den letzten Jahren so für mich als treuen Dauertelefonierer getan hatte. Leider fiel mir da nicht viel ein. Vor einigen Wochen bekam ich dann eine Plastikkarte von Base (zu denen ich vor zwei Jahre gewechselt bin und die eigentlich der gleiche Verein sind) geschickt mit der Aufschrift „Premium Kunde“. Toll, dachte ich mir, endlich haben auch die begriffen, dass ich mit meinen 150 Euro im Monat nicht grade ein Hobbytelefonierer bin. Doch dann setzte schnell die herbe Ernüchterung ein. Der Wahnsinns-Mega-Super-Service für Premiumkunden besteht bei Base/ E-Plus nämlich darin, dass ich mein Handy, sofern es defekt ist und ich daran keine Schuld trage, binnen 48 Stunden ausgetauscht bekomme.

„All you get is this plastic-card and a service you don‘t need!“

Liebe Kundenbindungsstrategen von E-Plus - darf ich euch mal eine Frage stellen? :

„Seid ihr denn völlig bescheuert?“

Jetzt mal ernsthaft, glaubt ihr wirklich, dass jemand, der es schafft, zwischen 50 und 100 Stunden im Monat zu telefonieren, sich über einen 48 Stunden Austauschservice freut????? Wenn meine Funke den Geist aufgibt, dann will ich binnen einer Stunde ein neues Gerät haben, DAS WÄRE PREMIUM!

Aber das ist eigentlich nur der Anfang. Wenn ich mir die Dienstleistungen des rosa Riesen aus Darmstadt/ Bonn so ansehe, bei denen ich sogar gegen meine eigene Dummheit, Diebstahl und sonstige Späße versichert bin, dann frage ich mich, wo ihr denn eigentlich lebt. Ich frage mich das auch, weil ich sogar dank T-Mobile jetzt Liga total für ein Jahr schauen kann und auch ohne Vertragsverlängerung mein Vertrag verändern kann.

Ich muss es offen zugeben, für mich war die Telekom in den letzten Jahren der Inbegriff von einem „Riesen-Beamten-Apparat“, der dazu noch - böse und gemein - den Kleinen keine Chance lässt. Aber wenn ich mir soviel Inkompetenz meines Mobilfunkbetreibers über all die Jahre immer wieder zu Gemüt führen, so oft den Kopf schütteln muss, weil ich zusehe, wie die Preise nicht wirklich sinken, aber dafür die Services immer geringer werden. Wenn ich erleben muss, das E-Plus es als Dienstleistung versteht, meine Rufnummer an CallCenter weiterzugeben, damit mir diese irgendwas aufschwatzen, was ich nicht brauche. Wenn ich nicht mal das Telefon meiner Wahl bekommen kann, dann muss ich sagen, ihr habt leider verloren!!! Nach 16 Jahren, muss ich sagen, hat sich diese Beziehung leider zu einer sehr einseitigen entwickelt, eine Beziehung bei der ich als Kunde zurückstecken muss, mich fügen muss und einfach akzeptieren muss, was ihr mir vorsetzt.

Damit ist jetzt bald Schluss und ich freue mich jetzt schon auf den Tag, an dem ich meine letzte Rechnung von euch erhalte. Diese werde ich mir einrahmen und zu den anderen hängen. Zu den Beziehungen, von denen ich als Konsument die Nase voll hatte, weil sie alle Chancen hatten und keine genutzt haben.

Liebe Leute von E-Plus mein letzter Tipp an euch:

Wacht auf!

Ihr seid nicht mehr die kleine sympathische Mobilfunkbude aus Potsdam, sondern Ihr wollt in der Liga der Profis mitspielen. Dann spielt wie Profis!

  • Der Schlüssel zu Eurem Erfolg liegt darin, Eure Kunden zu verstehen! Dies lässt sich nicht dadurch erreichen, dass Ihr einmal alle zwei Jahre einen mehr oder weniger langweiligen Kundenfragebogen herumschickt, in dem ich euch als Super oder noch viel mehr Super bewerten kann. Sondern dadurch, dass Ihr Kontakt zu euren Konsumente aufnehmt und einfach mal nachfragt. - Die Handynummern habt Ihr!
  • Wir schreiben das Jahr 2010 - Mobile ist auch Internet und umgekehrt. In den vergangenen 16 Jahren habe ich höchstens 5 mal eure Website betrachtet! Warum ? Weil diese kaum eine Relevanz für mich und mein Leben hat. Dies gilt aber nicht nur für mich, sondern auch für viele andere Kunden. Wenn ich rausgefunden habt, was sich eure Kunden wünschen ( ausser vielleicht telefonieren) dann gebt Ihnen das! Macht es möglich, denn wenn Ihr das nicht tut - machts ein anderer!
  • Service ist Persönlichkeit und Persönlichkeit ergibt ein Markenbild. Eure Kunden fragen sich jedes mal aufs Neue, wenn Sie eure millionenteuren Werbespots sehen - Warum bezahle ich diese Werbung mit meinen Gebühren? - Die Antwort auf diese Frage wäre, die Werbung einfach bleiben zu lassen und stattdessen in Services zu investieren, die einen wirklichen Mehrwert bieten und zwar für unterschiedliche Zielgruppen.
  • Jeder Kunde ist Premiumkunde? Wenn ich mit 150 Euro Durchschnittsrechnung im Monat die gleiche Premiumkundenkarte zugeschickt bekomme, wie meine Freundin, die nur einen 25 Euro Vertrag hat, dann stelle ich den Wert der „Premiumkundschaft“ doch deutlich in Frage. Macht E-Plus/Base denn gar keine Zielgruppen-Analyse, habt ihr kein Datamining? Wie kann es sein, dass mich noch nie einer von E-Plus gefragt hat, warum ich so viel telefoniere? Wie kann es sein, dass mich noch niemand gefragt hat, ob ich vielleicht weitere Dienste brauche? Wie kann es sein, das 30 % meiner Mobilfunkkosten Auslandsgespräche sind und das bei E-Plus noch keinem aufgefallen ist?
  • Schluss mit den unaufgeforderten Broschüren!!! Einmal pro Quartal bekomme ich eine langweilige Broschüre mit Themen, die mich nicht wirklich interessieren. Das liegt vor allem daran, das dort eigentlich nur Verkaufsthemen enthalten sind. Wären diese Broschüre ein Newsletter, so könnte ich diesen wenigsten direkt auf SPAM setzen. In 16 Jahren wurde ich nicht ein einziges mal nach meiner Emailadresse gefragt bzw. ob ich wirklich Informationen haben möchte.



Kurzum - Ändert euch und bleibt am Leben. Wartet nicht darauf, das eure Kunden euch fürs Nichtstun lieben, sondern sorgt dafür das es gute Gründe gibt, ein E-Plus Fan zu sein.

Lebt wohl!


Sascha Mai

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Tracking Twitter - 11 KPI zum effektiven Zwitschern!


Diese Frage lässt sich zweifelsohne mit einem klaren - „Es kommt darauf an...!“ beantworten. Vor knapp zwei Wochen hatte ich noch die Ehre an einer Diskussion auf Xing teilzunehmen, die dieses Thema für die Touristik behandelte. Spannend war hierbei vor allem der heterogene Wissensstand zu diesem Thema.

Aus diesem Grunde habe ich mich entschlossen, an dieser Stelle wieder einmal ein paar Worte über das Thema „Analyse“ zu verlieren. Vorweg sei soviel gesagt: Analyse kann das Fingerspitzengefühl für die eigenen Kunden natürlich nicht ersetzen, aber sehr wohl dafür sorgen dass die Konsumenten-Touchpoints der Social Media ein wenig transparenter werden.

Über das eine oder andere analytische Tool habe ich ja bereits geschrieben. An diese Stelle möchte ich den einen oder anderen Key-Performance Indikator vorschlagen, der helfen kann einen Eindruck dessen zu gewinnen, ob das eigene Zwitschern wirklich Sinn machen oder nicht.



  • 1.Follower:
Diese geben Ihnen zumindest einen Eindruck davon, wie groß Ihr Zielpublikum sein kann. Hierbei sollten Sie sich auch immer ansehen, wer Ihre Follower wirklich sind und was diese so Twittern. Sie werden dann schnell erkennen, ob es sich um Ihre Wettbewerber, potentielle Kunden oder einfach nur Spammer handelt.
Tip: Sortieren Sie die Spammer aus!
  • 2.Buzz:
Der Buzz beschreibt, wie oft von anderen Twitter Usern über Ihre Marke oder Sie als Twitter User direkt getwittert wurde. Diesen sollten Sie immer im Auge behalten und vor allem auch den Usern, die über Sie zwitschern folgen, um Kontakt aufzunehmen.
  • 3.ReTweet Buzz oder Influence:
Hier sollte gemessen werden, wie häufig Ihre Tweets weitergezwitschert werden. Hieraus können Sie die Relavanz Ihrer Tweets nachvollziehen. Diese ist wichtig, wenn Sie ihre Twitter-Followerschaft vergössern wollen. Denn nur gute Tweets werden auch weitergetragen und somit verbreiten Sie theoretisch Ihre Botschaft nicht nur an Ihre direkten Follower, sondern auch an deren Verbindungen.
4.Competitive Buzz:
Dies ist ein simpler Vergleich zwischen den Erwähnungen Ihrer Marke im Vergleich zu Ihren Wettbewerbern.
5.Buzz by Category:
Nicht jedes Thema interessiert auch jeden Ihrer Follower. Nutzen Sie also die Hashtags (#Begriff), um Ihre Tweets in Kategorien einzuteilen. Diese können Sie dann mit den o.a. KPI überprüfen.
  • 6. Growth Rate of Followers:
Die Geschwindigkeit mit der Ihre „Gefolgschaft“ wächst, zeigt Ihnen auf, wie stark Sie wahrgenommen werden.
7.Seasonality of Buzz:
Hierbei muss nicht unbedingt die Jahreszeit gemeint sein, sondern vielmehr die Schwankungen in regelmäßigen Abständen. Das kann zum Beispiel geschehen, wenn Sie redaktionelle Beiträge, Blogbeiträge oder ähnliches über Twitter verlinkt haben, oder wenn Sich in Ihrer Markenwelt besondere Dinge getan haben. Die Seasonality ist somit eine Möglichkeit zur Überprüfung dessen, was Ihre User „Wann“ interessiert.
8.Reference:
Sind Sie glaubwürdig? Messen Sie doch einfach mal, wie oft andere Twitter User auf Sie referenzieren.
9.Frequency:
Mal abgesehen von einigen süchtigen, verbringt der durchschnittliche Twitter User nicht unbedingt den ganzen Tag vor dem Monitor und beobachtet, was Sie so von sich geben. Frequenz ist also durchaus wichtig. Das bedeutet nicht, dass sie im Abstand von 3 Minuten immer das gleiche Zwitschern sollten, aber zumindest sollten Sie nicht nur einmal die Woche Tweeten und davon Wunder erwarten.
  • 10.Impact:
Wenn Vögel zwitschern, dann tun sie dies nicht um, weil ihnen langweilig ist, sondern weil Sie etwas zu sagen haben und wenn Sie zwitschern möchten Sie auch gehört werden. Der Einfluss, den Sie dabei auf das Tweeterverse haben setzt sich entsprechend aus der Summe der obigen Faktoren zusammen.
11. Links Clicked:
Zu guter letzt, können Sie mit 140 Zeichen keine Romane erzählen, sondern lediglich Headlines unter das virtuelle Volk streuen. Sogesehen möchten Sie natürlich auch den einen oder anderen Follower zu sich einladen. Meine Empfehlung -Tracken Sie doch mal, wie viele Ihrer User auf Ihre Links klicken und machen Sie sich ein Bild von ihrem wirklichen Impact.

Fazit: Twitter ist mit Sicherheit ein sehr starkes Kommunikationsinstrument. Aber wie jedes muss dieses auch mit Respekt behandelt werden und man muss die eigene Tonalität von Zeit zu Zeit überprüfen.. dann klappts auch mit den Followern!

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Is Google really evil or just consequent?



Ein offener Brief zu : „Einer gegen Alle“ in brandeins - Ausgabe Januar 2010!

Diese Woche habe ich in meinem Lieblingsmagazin „brandeins“ einen Artikel gelesen, der mich doch sehr zum Nachdenken gebracht hat.

Vorweg sei soviel gesagt. Ich kaufe und lese dieses Magazin, bereits seit Jahren, jeden Monat und bin ein wirklicher Fan, weil in „brandeins“ die Welt in der wir leben, oft die aus einer etwas anderen Perspektive betrachtet wird  - einer offenen und vielschichtigen. Doch dieses mal, hat mich ein Artikel doch recht betroffen gemacht, weil dieser, wenn auch scheinbar gut recherchiert leider nur eine Aggregation von Einzelaussagen und Fakten darstellt, die - so man ein paar mehr Hintergründe kennt - schnell zu einem Horrorszenario gemacht werden können. Ein anderer Punkt in diesem Artikel, der mich deutlich irritiert ist, dass dieser sich selbst widerspricht. 

Die harmlose Überschrift dieses Artikels war
„Einer gegen alle“ und handelte von Google. 
Ob damit der Artikel selbst oder das Unternehmen Google gemeint war, lässt sich meines Erachtens, nach dem Lesen des Artikels gar nicht mehr so leicht beurteilen. 


Die Kerninhalte des Artikels lassen sich grob so zusammenfassen: 

Teil 1: Legosteine und die Pubertät

1.Google ist nicht nur 11 Jahre alt, sondern benimmt sich auch wie ein Teenager und macht was es will, ohne Rücksicht auf Verluste!

Teil 2: Fair Use

1.Das Geschäftsmodell ist: Informationen und Inhalte anderer aufzubereiten, jedermann zugänglich zu machen und daneben Werbung zu schalten

2.Dieses Geschäftsmodell ist gut, solange es nicht urheberrechtlich geschützte Inhalte betrifft.
 
3.Google setzte sich aber über bestehendes ( Deutsches) Recht hinweg und tut dies mit dem Kalkül verklagt zu werden. Hierbei wird dies am Beispiel von GoogleBooks erklärt.

4.Google News wird als Bedrohung ( durch Vertreter der Medienlandschaft) gesehen, weil  hier Headlines aggregiert werden und Menschen nur noch Headlines lesen.

5.Google erpresse die Gema mit der Sperrung von Musikvideos auf YouTube, weil Sie damit die Industrie zwingen, den Streit unter sich auszumachen und die Urheber nun gegen die Gema vorgehen wollen.






Teil 3:Ist es das wert?

1.Google ist den ganze Ärger vielleicht gar nicht wert, weil es ausser dem Suchmaschinengeschäft ohnehin noch keinen großen Treffer gelandet hat.

2.Google ist gar nicht so kreativ, weil die wirklich spannenden Geschäftskomponenten eh nur dazu gekauft sind.

3.Die Suchergebnisse werden schlechter, weil Google kaum hinterher kommt, seinen Algorithmus zu optimieren und so landet man oft auf Spampages.

Teil 4:Rivalen

1.Google ist das Microsoft des Internets.
2. Microsoft bekämpft Google über Lobbyarbeit bei Verlagen, in der Politik und bei den Usern!
3.Apple mag Google auch nicht mehr, weil diese zum einen Android als Wettbewerb zum iphone Betriebssystem haben und zum anderen, weil Google auch ein mobiles Gratis-Telefonie/SMS Tool entwickelt.

Teil 5: Big Brother

1.Google ist eine Datenkrake und eine Bedrohung für den Datenschutz!

2.Google veröffentlicht nur wenig von sich selbst.

3.SAS warnt vor der Bedrohung durch Website Tracking und vergleicht dies mit Schlafwandeln im Minenfeld

4.Sir Tim Berners-Lee vergleicht Behavioral Targeting mit Kameraüberwachung 

5.Gerald Reischl meint, die größte Gefahr sei Google Analytics weil 80% aller deutschen Unternehmen dieses verwenden würden und Google somit jeden User dieser Unternehmen kennen würde und das alles auswerten kann.

6.Niemand kann Google stoppen, weil alle Daten in den USA liegen.

7.Google Desktopsearch kopiert Daten vom PC des Users auf die eigenen Server und will bald sogar eine „Online-Festplatte“ anbieten. Apple und Microsoft machen das aber auch.

8.Mit steigender Internet-Kriminalität wird Google zunehmend zum Sicherheitsrisiko.

Teil 6: Der Monopolist

1.Wäre Google eine Old-Economy-Firma, dann würden die Kartellbehörden längst Amok laufen, Kooperationen mit z.B. Yahoo wurden deshalb 2008 gestoppt.

2. Das US Justizministerium hat Google bereits auf dem Schirm und in Ländern wie China und Indien musste Google schon wegen „ungewünschter Inhalte“ Zensur einführen.





Teil 7: Don‘t be evil

1. Google reagiert trotzig, denn böse ist nur, was Google als Böse ansieht!

2. Google sieht auf Grund seiner technischen Ursprünge, jedes Problem und jede Aufgabe als logisches oder sogar mathematisches Problem an, Imagewerte fallen dabei unter den Teppich

3. Google ist abhängig vom Wohlwollen der User

4. Design ist ein klarer Wettbewerbsvorteil von Google gegenüber dem Wettbewerb.

Puuuuuhhhh, das sind eine Menge Themen auf einmal und ich möchte mich diesen am liebsten einzeln in voller Gänze widmen, manchen davon zustimmend, vielen aber doch schon fast schleudertrauma verursachend kopfschüttelnd. Da ich an dieser Stelle aber weder das Buch von Gerald Reichl - „Die Google Falle“- noch das Buch von Jeff Jarvis „ Was würde Google tun?“ neu erfinden möchte, werde ich mich versuchen kurz zu halten. 

Somit hier meine Kommentare zu diesem Artikel:

Zu Teil 1: Google = Pubertär und zu Teil 2: Fair Use!

Ich denke, jeder der schon eine gewisse Zeit in der Onlinebranche arbeitet, kann nachempfinden wie der berühmte Kampf des Don Quichote gegen Windmühlen sich angefühlt haben mag. Die Frustration, welche dem durchschnittlichen „Onliner“ nach einigen Jahren ins Gesicht geschrieben steht spricht hierbei Bände. Besonders im eCommerce Umfeld sitzt der Schmerz oft tief. Während man zusehen musste, wie Amazon und Ebay mit Mach-Geschwindigkeit neue Wertschöpfungsketten aufbauten, hatte man in den letzten Jahren innerhalb der etablierten „Brick&Mortar-Businesses“ wie eine tibetanische Gebetsmühle immer wieder für das Internet argumentieren und einen wahren Glaubenskrieg ausfechten müssen. 

Bei manchen Unternehmen hat zwar mittlerweile eine Besinnung eingesetzt aber selbst im Jahr 2009 ist das Thema „Internet“ immer noch ein eher religiöses und weniger eines der Fakten. Dass die Betrachtung unter den „Onlinern“ für das Vorgehen von Google eher Bewunderung und Neid ist, erklärt sich dabei von selbst - Google macht einfach und fragt nicht lange! Vor Allem ist Google auch in der luxuriösen Situation sich nicht für die niedrigen Umsätze rechtfertigen zu müssen, die es dank zu geringer Investitionen erwirtschaftet, sondern eher Gegenteilig.

Ja, Google baut neue Wertschöpfungsmöglichkeiten auf und lässt den User entscheiden, ob die Idee gut ist oder nicht. Die Politik, die Glaubenskriege und das Bauchgefühl bleiben dabei auf der Strecke - die Zahlen beweisen, was wirklich los ist und die Zahlen werden durch den User verursacht. Dieses Verhalten ist nicht Pubertär, sondern eher rational und konsequent. Die Macht, dies zu tun liegt schlicht darin, dass Google‘s Kriegskasse prall gefüllt ist und man es sich leisten kann, eine gewisse Anzahl an Klagen zu riskieren. Auch dies ist nicht pubertär, sondern Kalkül. Denn das einzige was Google wirklich zu befürchten hat ist, dass Google selbst nicht mehr Teil unser aller Life-Management ist, dass wir nicht mehr an Google glauben und es nicht mehr benutzen. Denn dann löst sich das Geschäftsmodell von Google sofort in Wohlgefallen auf.

 Nichts von dem Verhalten von Google ist pubertär - es ist einfach nur konsequent, denn Google will neue Märkte erobern, alle Informationen dieser Welt aggregieren und transparent machen und dies ist sogar in den Leitsätzen von Google  (
http://www.google.de/intl/de/corporate/tenthings.html). 

Wer sich übrigens mal ein wenig intensiver mit dem Nash-Equilibrium auseinander setzt wird wahrscheinlich auch schnell die mathematische Motivation dahinter verstehen. 

Ein anderer Punkt, von dem man sich wahrscheinlich einfach mal verabschieden muss ist, dass „Internet-Unternehmen“ von einem Haufen pubertierender "Dauer-Pizza-Vertilger“ geführt werden. Die Geschäftsprozesse in unserer Welt haben sich zunehmend digitalisiert und aus den einstigen Studenten mit viel Träumen und Programmierfähigkeiten haben sich heute gestandene Geschäftsleute entwickelt. Unternehmen wie
www.sugarcrm.com“ oder www.salesforce.com fangen an den Riesen der Branche und einstigen Revoluzzern wie SAP und Siebel das Wasser abzugraben. Geschwindigkeit in der Entwicklung, Kosteneffizienz, Skalierbarkeit und Flexibiltität sowie Systemstabilität bilden hierbei die Eckpfeiler neuer Geschäftsmodelle. Also liebe Vorstände der „Old-IT-Economy“ wundert euch nicht, dass ein Unternehmen wie Google auf einmal mit den gleichen Bandagen kämpft, wie dies vor 20 Jahren durch die damaligen Revolutionäre der IT Welt geschehen ist. Jede Ära war irgendwann einmal zu Ende und so kommt eine neue Generation mit neuer Technologie und erobert die Herzen und Gedanken mit genau dem, was Ihnen Jahrelang gepredigt wurde - Dem Nutzen für einen selbst!

Für die Vertreter der Medienindustrie lässt sich auch soviel sagen: 

Eine Zeitschrift ist auch nichts anderes als die Handelsplattform für Fremdinformation. Der Verkaufswert einer solchen richtet sich zwar nach der Mischkalkulation aus Anzeigeneinnahmen und den nötigen Verkaufserlösen, doch wenn der Preis zu hoch ist und die Qualität des Inhalts zu schlecht, dann kauft auch die „ Bild“ niemand mehr. So gesehen, kann ich Rupert Mordoch gut verstehen, dass er die Inhalte seiner Titel auch im Internet gerne verkaufen möchte - doch wer möchte für Inhalte die er über jeden Teletext Newsticker oder aus dem Fernsehen besser erhalten kann Geld bezahlen?

Ein anderer Punkt ist mir ebenfalls beim Durchlesen der „BrandEins“ aufgefallen. Dort wird die Bilanz des AxelSpringer Verlags auseinander genommen. Wenn das, was in diesem Artikel geschrieben ist stimmt, dann hat der ASV seine Gewinne vornehmlich aus dem Verkauf von Anteilen finanziert und nicht aus dem Verkauf von Anzeigen oder Zeitungen.
Ref: Artikel: Woher kommt das Geld!

Eine Erfahrung der letzten Jahre hat eines klar gezeigt - Internetuser haben kein Problem damit Geld für Qualität zu bezahlen und dies tun sie am liebsten beim Erzeuger direkt. 

Vielleicht hätte man einfach nicht so viele Redakteure rausschmeissen sollen ?

Ein anderer Punkt ist - die Print-Industrie kann sich nicht beschweren das die Menschen nur noch Headlines lesen und damit Google verteufeln, wenn Sie auf der anderen Seite ihre Artikel verkaufen wollen - wie soll dies denn ohne Headline geschehen?

Ausserdem frage ich mich auch, ob demnächst Kioske keine Zeitungen mehr verkaufen dürfen, immerhin kann dort auch jeder schnell die Headlines überfliegen?

Glauben die Verlage wirklich noch an die eigene Relevanz und daran, dass sich zweitklassige Artikel verkaufen lassen? 

Warum ist wohl „brandeins“ ein Verkaufsschlager? Relevanz und Qualität spielen hier sicherlich eine große Rolle! 

Ein spannendes Thema ist GoogleBooks - stellen Sie sich mal vor, Google wäre zuerst zu den Verlagshäusern gegangen und hätte nachgefragt, ob man das machen dürfte - einfach so ein paar Mio Bücher einscannen! Die Antwort wäre die gleiche gewesen, wie sie damals bei den Gründern von SAP, Microsoft, Apple und co war - „Seid Ihr verrückt ????“

Google hat schlichtweg ein neues Businessmodell für Autoren aufgebaut und sich für den Sturm gerüstet. Oder glauben Sie ernsthaft, dass Google nicht damit gerechnet hat, dass sie verklagt werden ? Ich behaupte, Google wollte verklagt werden, denn der Vergleich der in diesem Falle zustande kommen wird ist trotz allem die effizienteste Vertragsverhandlung, weil es genügend Verhandlungsdruck gibt!

Google und die GEMA - also hier möchte ich mich ehrlich gesagt nicht einmischen, ob es nun 12ct oder 1 ct ist - so wie es aussieht steht hier Aussage gegen Aussage und was wirklich diskutiert wurde, erfahren die, die es etwas angeht. Sicher ist, die GEMA hat allen Grund es schlecht zu finden, wenn Musik über das Internet verteilt wird - aber was macht die GEMA denn mit NineInchNails oder anderen Künstlern die das selber schon tun? Müssen die dann auch 1-12ct zahlen?
Ref: Artikel: Brand 1: Das Multitalent

Zu Teil 3: Ist es das Wert?

Hier schlägt mit Sicherheit die gleiche Arroganz und Arglosigkeit durch, mit der seinerzeit Ebay und Amazon belächelt wurden. 

Als Amazon angefangen hat, nicht nur Bücher, sondern auch Gartenmöbel und andere Artikel zu verkaufen, wurden sie belächelt. „Das kann doch nicht profitabel sein!“ haben viele gesagt. War es auch damals nicht und musste es auch nicht, denn das Kerngeschäft war stark und der Plan sehr sehr langfristig. Amazon hatte die gleiche Strategie wie einst Microsoft, sie wollten Relevanz für den Konsumenten, sie wussten, dass es nur eine Chance gibt die Weltweit größte B2C Plattform zu werden und dafür muss man nunmal lange Zeit den Acker bestellen, pflügen, sähen und irgendwann kommt die Ernte. Amazon hat sich in das Consumer-Life-Managment der Konsumenten gebohrt, genauso wie Facebook oder Xing dies in anderen Umfeldern getan haben. Genau da lag das Ziel. 
Microsoft hat über Jahre hinweg das Raubkopieren seiner Software geduldet bzw. kaum strafrechtlich verfolgt. Nicht, dass Microsoft nicht gewusst hätte wer kopierte Software benutzt, vielmehr war es Kalkül, denn wenn erstmal 2 MRD Menschen sich an ein Betriebssystem und die Office Suite gewöhnt haben, eine eigene Industrie rund um diese entstanden ist, die wiederum zusätzliche Software entworfen hat, dann lässt sich das nicht mehr so schnell abstellen und schließlich hat Microsoft den Bezahlhebel konsequent umgelegt und sich somit zur CashMaschine entwickelt. 

 



Das in dem „brandeins“ Artikel grade die Produkte als „Flops“ bewertet wurden, die wirklich nicht so spannend sind, zeigt aber auch auf, dass das wirkliche systemische Denken von Google nicht verstanden wurde. Die wahre Macht zeigt sich erst, wenn man die einzelnen Google-Komponenten miteinander verbindet und sich die Trends im Nutzerbereich ansieht. 

In den USA gehören knapp 18% der WebUser zu den sog. „Kreatoren“ also Menschen die Inhalte in Form von Blogs oder Websites produzieren. In Europa sind dies ca. 10% in Japan 38%. Je einfacher die Technologie dafür, desto mehr Menschen werden es und je „freier“ sich eine Bevölkerung in der Meinungsäußerung fühlt, desto eher wird dies über das Web geschehen. Google schafft hierfür Infrastruktur. 

Angefangen mit
https://www.blogger.com, wo sich jedes Schulkind in 5 Minuten einen Blog einrichten kann, über Google Sites (sites.google.com) - dem Content-Management-System für jedermann, bis hin zu google base, GoogleAnalytics, Google Adwords usw. wird jedem Menschen der Betrieb des eigenen digitalen Marketing-Betriebs-Systems ermöglicht. Technische Fähigkeiten treten dabei in den Hintergrund, vielmehr zählen Inhalte und die Vernetzung der  Tools. Je mehr ein User ausprobiert, desto mehr gewöhnt er sich daran und Google verdient im Microbereich an der Wertschöpfung. Das wirkt erstmal sehr kleinteilig, ist aber bei 100 Mio Usern die Ihren eigenen privaten Flohmarkt eröffnen, Strickwaren, Autoreifen oder sonstige Nischenprodukte verkaufen, alles in allem ein nicht zu unterschätzendes Potential. 

Kurzum, ja man sollte Google durchaus ernst nehmen, denn die Strategien gleichen sich und das Ziel der Marktdominanz ist deutlich zu erkennen, aber sollte man sich darüber wundern ?
Eindeutig Nein! 

Der Punkt liegt hier im Unternehmergeist - im gleichen Magazin übrigens in folgenden Artikeln sehr gut beschrieben: 

1. Das Multitalent
2. Flohmarkt für Faule

Unternehmer werden immer versuchen Ihren Weg konsequent zu gehen, machen dabei Fehler, lernen draus und werden besser - so auch Google!


Zu Teil 4: Rivalen

Schon Napoleon sagte: „Die Revolution frisst ihre eigenen Kinder!“ Zum Glück ist die Situation in diesem Falle bei weitem nicht so dramatisch, aber trotzdem passend. Denn dass Microsoft auf den beschriebenen Wegen gegen Google vorgeht, zeigt nur eines auf, nämlich, dass sich dieses Unternehmen aus Redmont niemals für seine Kunden interessiert hat, sondern nur für eines - Macht! Haben Sie sich schon mal gefragt, welche Daten Microsoft über Sie sammelt, was bei einem „Bugeport“ wirklich an Microsoft geschickt wird und was MSN mit den Inhalten Ihrer eMails anstellt? Haben Sie die Microsoft EULA wirklich schon ein mal gelesen?

Wenn Sie sich diese Frage stellen und danach mal ein bisschen suchen ( evtl. mal nicht auf Google) dann werden Sie sehen, das schon ganz andere Menschen viel früher zu Microsoft die gleichen Bedenken hatten. 

Sind die Suchergebnisse schlecht? Hierzu möchte ich folgende Überlegungen anbringen: 

1.Ob die Ergebnisse schlecht sind, beurteilen die User und das ist die härteste Beurteilung, die man sich vorstellen kann. 

2.Manipulation ist wohl eines der ältesten Probleme die sich jedem Geschäfts stellen. Selbst die Bundesliga ist dafür nicht sicher und dass Google hier als Plattformbetreiber genauso hart agieren wird, wie der DFB liegt auf der Hand, denn wenn die Seriosität der Plattform nicht mehr gewährleistet ist, verliert diese an Wert. Sogesehen, wird Google immer alles tun, um einem möglichen Betrug auf der Spur zu sein. Dafür braucht es allerdings Technologie auf dem neuesten Stand, besonders im Bereich des Trackings und der Analyse. Ist dies nicht vorhanden, wäre es so, als ob man im klassischen Handel die Überwachungskameras abstellt. Dazu aber an anderer Stelle mehr. 

3.Apple braucht sich auf einen Clinch mit Google gar nicht einzulassen, denn Apple‘s Geschäftsmodel basiert auf ganz anderen Werten als das von Google. Apple ist eine Design und Quality Firma. Eine Firma die Plattformen für offene Systementwicklungen wie z.B. die iPhone Apps schafft. 


Zu Teil 5: Big Brother

Auch hier merkt man deutlich, mit welcher Naivität viele Menschen auch heute noch durchs Leben laufen. Warum sollte eine Internetfirma weniger versiert Daten über deren Kunden ( User) einsammeln als dies jeder andere ( zum Beispiel der Handel) tut?

Jeder, der Autofährt, mit dem Handy telefoniert, eine Kredit oder Maestro Karte benutzt ist transparent. Wo immer wie uns bewegen, werden wir gefilmt, registriert, katalogisiert, in Cluster eingeteilt und landen in irgendwelchen Datenbanken. Unternehmen wie Payback lassen ihr gesamtes Geschäftsmodell darauf basieren. Verlage verkaufen die Daten ihrer Abonnenten meistbietend an jeden der die Daten haben möchte selbst der Bundestrojaner  (
http://www.tagesschau.de/inland/meldung490134.html) schockiert eigentlich niemanden. 

Dass die Daten dabei in die USA transferiert werden, sollte doch spätestens seit
http://de.wikipedia.org/wiki/Echelon auch niemanden mehr umhauen. Übrigens hat Siemens wegen „Echelon“ die Datenverschlüsselung von eMails eingeführt. 

Natürlich geht damit niemand wirklich hausieren und hängt auf seiner Website ein großes Schild auf: „Achtung - Hier werden Sie überprüft“  - An dieser Stelle zeigt sich allerdings sehr deutlich, dass der Artikel doch eher schlampig recherchiert ist. Die Gründe hierfür sind: 

1.Ja, Google hat sogar in seinen Statuten beschrieben, dass es immer noch mehr Informationen gibt und es diese zu veröffentlichen gilt. Aber, jetzt mal ernsthaft - bei der ersten Datenpanne mit persönlichen Nutzerdaten, wäre dies das sofortige „AUS“ für Google, weil 80% der Internetuser adhok ihr Vertrauen verlieren würden. 

2.Google veröffentlicht auch nicht weniger Informationen als viele andere Unternehmen, die aktiv mit Kunden/User Daten herumspielen. 




3.Das gerade SAS, als führender Hersteller von Business Intelligence Software hier als Referenz genannt wird, um vor Website Tracking zu warnen - kann nur ein Scherz sein. Grade dieses Unternehmen verdient sein Geld damit Software zu entwickeln, mit der es möglich ist, riesige Mengen an Kundendaten zu Analysieren und Webanalyse ist diesem  Unternehmen mit Sicherheit nicht fremd.
http://www.sas.com/solutions/webanalytics/index.html - Hier lässt sich doch viel mehr vermuten, dass jemand in GoogleAnalytics einen Wettbewerb sieht, weil eben Google einen Dienst kostenlos anbietet der bei SAS garantiert nicht kostenlos ist. 


4.Wenn Herr Reischl recht hätte und wirklich 80%!!!!! aller deutschen Unternehmen GoogleAnalytics benutzen würden, dann wäre: 

a. Deutschland schon lange nicht mehr ein solches Web-Entwicklungsland, weil es genug Fakten gäbe die für eine deutliche Verbesserung der vielen vielen schlechten Websites sprechen würden. 

b. Die Aufmerksamkeit für die Geschehnisse auf der eigenen Website schon lange Vorstandssache und nicht nur ein Hobby der „New-Media“ Abteilung, in das im Durchschnitt 2 Stunden Arbeit im Monat fliessen, anstatt eine Vollzeitstelle. 

c. Wenn, ja wenn, dem wirklich so wäre .. Dann gäbe es viel viel mehr Installationen von tiefgreifenden kommerziellen Tracking und Analysetools die weitaus mehr leisten als GoogleAnalytics und deren Datawarehouses übrigens auch in den USA liegen. Denn, dann würden grade die eCommerce treibenden Unternehmen in Deutschland noch viel mehr wissen wollen, was auf ihren Seiten geschieht, sie würden Tools nutzen wie Test&Target von Omniture (
www.omniture.de) und damit ihre Prozesse perfektionieren und zwar nicht nur im eigenen Sinne, sondern im Sinne des Nutzers. 

5.Ja, Internetkriminalität ist ein Riesenthema aber der Angriffspunkt sitzt fast immer vor dem Monitor des Privatanwenders. Hier gilt das gleiche wie beim Autofahren, wer sich nicht Anschnallt riskiert viel. 

6.Behavioral Targeting - also Verhaltensbasiertes Aussteuern von Inhalten, hat weniger etwas mit Kameraüberwachung zu tun, als vielmehr damit diese so zu nutzen, dass der Konsument Produkte angeboten bekommt, die er auch braucht. Auch hier, kratzt der Artikel einen sehr sehr großen Themenbereich an, bei dem zwischen Mystik und echter Wahrheit sehr viel Raum vorhanden ist. Was mit Sicherheit stimmt ist, dass Amazon versucht, auf Basis der Kauf und Clickdaten von Usern, zielgerichtete Angebote zu unterbreiten und Google das gleiche mit der Werbung in Googlemail tut. Das tun auch andere Provider. Aber die Zuordnung von werblichen Inhalten erfolgt auf Basis von vollautomatisierten Regeln und nicht dadurch dass viele kleine grüne Männchen bei Google sitzen und die Werbung per Hand aussteuern. Hier wird mit einem Halbwissen ein Fass aufgemacht, für dass man mehr als nur eine „brandeins“ braucht als dies mal eben so zu erklären. Denn hier muss erstmal unterschieden werden zwischen "On-Site" "Off-Site" "Cross-Sites" etc.  Wenn dann auch noch die Desktopsearch rausgekramt wird, wird es echt spannend. 




7. Datenmengen: 

Also, Youtube musste tatsächlich ganze 20 TB Daten rausrücken ??? Mit allem Respekt, 20 Terrabyte sind ein ziemlicher Witz - Mein Tip, machen Sie doch mal einen Betriebsausflug zu T-Online, Strato oder vielleicht einfach nur zu Level3 nach Hamburg und schauen mal in ein Rechenzentrum. Wenn Sie die Datenmengen, die bei Google so liegen dürften aufgreifen wollen, dann können Sie entspannt ein paar Nullen an die 20 TB dranhängen! 
Eifrige Datenschützer werden jetzt sagen - "Siehste!! - Ich sachs doch" Aber auch diesen sei bitte soviel gesagt, selbst die High-End Datamining Tools von SPSS oder SAS brauchen schon für 20 TB Datenbanken deutlich länger als eine Zigarettenpause und das bei einfacheren Datenkonstrukten - im Klartext wenn Google wirklich alle Daten miteinander verdrahten könnte - müssten sie noch ein Tool bauen, um diese auszuwerten und eine Armee von Analysten beschäftigen. Das ist angesichts dessen, dass diese Daten nicht verkaufbar sind, eher unvorstellbar. Und selbst wenn, Google es tun wollen würde - die Hardware müsste diese Performance hergeben und das ist in diesem Fall nicht möglich.

Vielversprechend was das Anbelangt sind allerdings die neuesten Gerüchte aus Redmond. Angeblich werden dabei ähnlich wie bei
http://setigermany.de/ die Rechenkapazitäten aller Clients genutzt, um große Datenmengen zu verarbeiten. Damit wird eigentlich jeder Rechner zum Server.

Fazit: Ich würde mir wünschen, WebsiteTracking und Analyse hätte einen größeren Stellenwert in deutschen Unternehmen, ob über GoogleAnalytics oder professionelle Tools spielt dabei keine Rolle - nicht weil ich mein Geld damit verdiene, sondern weil es dann endlich weniger schlechte Websites gäbe, bessere Angebote für uns alle als Konsumenten und vor allem weniger sinnlose Bauchgefühl-Diskussionen in Unternehmen über den Sinn von „Internet“ sondern viel mehr sinnvolle Gespräche darüber, wie man mit den eigenen Kunden mehr erreichen kann.  



Zu Teil 6 und Teil 7: Der Monopolist der nichts böses will!

Zunächst einmal würde ich an dieser Stelle eher Platitüden und vielleicht zu wenig volkswirtschaftliche Vorbildung unterstellen. 
Google ist kein Monopolist (
http://de.wikipedia.org/wiki/Monopolist), denn es gibt viele und zum Teil auch mächtige Wettbewerber. Was Google groß macht, ist die Gunst der User und der Businesskunden. Würde das System nicht funktionieren würde es keiner kaufen. 

Ein anderer Punkt ist - Was böse ist definiert nicht der der es tut, sondern das Umfeld - sprich ebenfalls die Bevölkerung und die Judikative eines Landes. Somit verlagert sich diese Behauptung in den Bereich der Ethik und Moral. Das es bei solchen Diskussionen selten ein Konsens entsteht hat sich in den letzten 4000 Jahren schon oft genug bewiesen. 

Fakt ist aber: Googles Dogma ist sein großer Fluch zugleich! Denn das Eis auf dem der Glaspalast steht ist mehr als dünn - und die Gunst der Konsumenten hängt nur von einem ab - Vertrauen! Wenn Google dieses missbraucht, entzieht sich Google selbst die Geschäftsgrundlage. 

Sehr geehrter Herr Marinovic, bitte beschäftigten Sie sich intensiver mit der Thematik, über die Sie schreiben und stürzen Sie bitte bitte nicht einen unwesentlichen Teil der geistigen Elite Deutschlands in ein weiteres Dilemma des Populismus, welches zur Folge hat, dass die deutschen Websites weiterhin so schlecht sind, wie sie eben sind. Sondern lassen Sie uns allen als Konsumenten die Chance vernünftige Angebote zu bekommen und als Kunden im Internet genauso gut bedient zu werden, wie wir es im Geschäft auch erwarten würden.

Liebes brandeins Team - da das Jahr sich dem Ende neigt - habt vielen vielen Dank für die wundervollen, inspirierenden Artikel in diesem und den letzten Jahren. Ihr habt 5% Bekanntheit erreicht -und jedes % mehr, macht dieses Land ein Stück besser! Aber bitte ladet euch bei solchen Themen Leute ein, die Ahnung davon haben! 


Viele Grüße 

Sascha Mai 

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